Der Aufbau der Cool School Symphony

 

A    Einleitung
Kraftvolles Anfangs-Unisono: Orchester und Kinder klatschen im Wechsel, „zählen“ anhand einer sich aufbauenden Tonleiter. Am Ende fliegen alle Hände zur „Rakete“ hoch (siehe Foto auf unserer Homepage bzw auf der Klappkarte zur COOL SCHOOL SYMPHONY).

B    Polka (schwedisch)
Für diesen temperamentvollen Satz ist eine Aufteilung der Kinder in eine (klatschende und/oder spielende) Rhythmus- und eine Tanzgruppe sinnvoll, er ist aber auch schon für Waveboard Formationsfahren genommen worden… Dabei können die verwendeten Rhythmen und Choreographien den Möglichkeiten der Kinder genau angepasst werden. In der ersten Strophe stellt sich das Orchester zunächst als Ganzes und mit seinen einzelnen Gruppen vor – welches von einer weiteren Kindergruppe im Stile von „Nummerngirls“ mit Hilfe von großen Schrifttafeln kommentiert wird. Auf dem „Tusch“ des Schlussakkords geht das Klatschen in Beifall und dann in einem langgezogenen diminuendo in „Regen“ über.

C    Der Kreislauf des Wassers (freie Klang-Improvisation)
„Nieselregen“ – „Dauerregen“ – „starker Regen“ – „Gewitter: Blitz und Donner“ – „Aufklaren / Sonne“ – „Rinnsal“ – „Bach“ – „Fluss“ – „Meer“ – „Verdunsten“ – „Nieselregen“. Es gibt unendlich viele kreative Möglichkeiten, diese Folge mit Mitteln des darstellenden Spiels, der Lautmalerei, mit selbst gebauten Instrumenten (z.B. Regenstäben, Wellentrommeln), selbst geschneiderten Kostümen, usw. szenisch und musikalisch zu gestalten.

D    Kanon Frere Jacques (französisch)
In den Regen hinein beginnen die Orchesterpauken mit ostinatem „f“ und „c“, Boomwhacker führen die Melodie ein. Es bietet sich an, den (vierstimmigen) Kanon mit vier verschiedenen Gruppen und in vier verschiedenen Sprachen zu singen. Dabei können alle vorhandenen Melodie-instrumente eingesetzt werden, auf dem Höhepunkt wird auch das Publikum einbezogen. Dieser Satz liegt ganz bei den Kindern, das Orchester stützt nur die einzelnen Stimmen (und kontrolliert das Grundtempo). Auch hier gibt es unendliche Möglichkeiten der szenischen und musikalischen Gestaltung. Am Ende bleiben wiederum die Boomwhacker übrig, in deren Melodie sich schon die ersten (Orchester-) Vögel mischen.

E    Vogelkonzert (freie Klang-Improvisation)
Kinder und Orchester inszenieren gemeinsam eine klangprächtige und fantasievolle Collage: die Kinder spielen Wachtel, Kuckuck, Papageno-Pfeifchen, Kolbenflöten usw. auch das Singen von Vogelliedern und szenisches Spiel rund um das Thema „Vögel“ sind möglich. Das Orchester zitiert und imitiert professionell Vogelmelodien, in den tiefen Streichern erscheint in stark verfremdeter Gestalt das Lied „Kommt ein Vogel geflogen“. Es entsteht eine fantasievolle Mischung aus Geräuschen, Motiven und Melodien. Die Ebenmäßigkeit dieser Collage wird am Ende durch das Auftauchen einer Katze gebrochen, vor der die (Vögel-) Kinder von der Bühne fliehen…

F    Das Karussell (finnisch)
In die abnehmende Geräuschkulisse des Vogelkonzertes hinein spielt die Blockflöte die Melodie einer finnischen Volksweise, die insgesamt viermal erklingt, jeweils in Tempo und Dynamik gesteigert. Dieser Satz eignet sich aufgrund seines durchgehenden Metrums gut zum Tanzen, es bietet sich ein traditioneller Rundtanz an.

G    Im Bandkeller (freie Klang-Improvisation)
Fließender Übergang: das Drumset im Orchester setzt fortissimo ein und nimmt die Kinder mit ins Schlepptau. Klarinette, Trompete und Posaune improvisieren frei und heftig, E-Gitarren können ebenfalls zum Einsatz kommen. Die Kinder tanzen wild und frei – oder die Schulband oder eine Akrobatik- oder Breakdance- oder Hiphop-Gruppe hat hier ihren großen Auftritt… Der Satz ist in seiner Stilistik und seinem Ablauf offen gehalten, Kinder oder Lehrer können hier eigene musikalische Vorschläge zur Gestaltung machen. Am Ende führen die Orchester-Schlagzeuger in einem langgezogenen diminuendo allmählich in die Stimmung des Wiegenliedes.

H    Wiegenlied (russisch)
In den letzten leisen Klangteppich hinein präludiert das Orchester bruchstückhaft Motive des Wiegenliedes Bajuschki baju.  Dann singen die Kinder: je nach Absprache zwischen vier und sechs Strophen, im großen oder im kleinen Chor, zu dritt oder als Solo, deutsch oder russisch; eine zweite Stimme kann von Erwachsenen (Lehrern?) gesungen werden. Die letzte Strophe wird von allen boccia chiusa gesungen (gesummt), nur tiefe Streicher und Pauken untermalen. Es wird sehr leise und stimmungsvoll, Feuerzeuge oder Wunderkerzen werden entzündet…

I    Finale grande: Carioca (brasilianisch)
Wieder fließender Übergang. Im Orchester schält sich allmählich ein Samba-Rhythmus heraus, vereinzelte Motive der Carioca erklingen. Zu der schnellen, temperamentvollen Musik bietet es sich für die Kinder zu tanzen an – oder eine Theaterszene zu entwickeln (z.B. in einem lateinamerikanischen Café). Ab der zweiten Strophe wird auch das Publikum mit La-Ola-Wellen und Klatschen einbezogen. Der Satz steigert sich kontinuierlich, am Ende können auch Sirenen, Vuvuzelas, Autohupen usw. zum Einsatz kommen – und unter lautstarker Beteiligung des Publikums kommt die COOL SCHOOL SYMPHONY zu einem fröhlichen Abschluss.

 

Eine tabellarische Übersicht, aus der hervorgeht, welche Tätigkeit bei den jeweiligen Episoden im Vordergrund steht, welche Klassenstufen für sie geeignet sind und wie viele Klassen bzw. Kinder mindestens und höchstens in ihnen mitwirken können, schicken wir Ihnen gerne zu.

Der Ablauf des Projekts