Franzerl … – Eine kleine Schubertiade


Unser Programm FRANZERL…- EINE KLEINE SCHUBERTIADE versetzt Künstler wie Publikum zurück ins Wien des frühen 19. Jahrhundert: während Franz schon am Klavier sitzt, komponiert und das Eintreffen des Publikums überhaupt nicht bemerkt, wartet das Publikum gespannt auf den Beginn eines der legendären Hauskonzerte des Schubertschen Freundeskreises. Höhepunkt dieser „Schubertiade“ ist die Uraufführung der berühmten Arpeggione-Sonate für Violoncello und Klavier, deren drei Sätze das musikalische Grundgerüst des Konzertes darstellen. Dazwischen unterhalten sich Franz und sein Freund Joseph von Spaun über Gott und die Welt, Forellen und Heideröschen, über den Tod und die Mädchen, die Schwierigkeit, früh aufzustehen und vieles mehr… Eingebettet in normale Dialoge erfährt das Publikum auf diese Art ganz nebenbei alles, was wichtig und typisch für den Komponisten Schubert ist; auch viele originale Zitate Schuberts gehen in den Text ein.

Martin Seemann: Violoncello / Joseph
Andreas Peer Kähler: Manuskript / Klavier / Franz:

Dauer: ca. 60 min, keine Pause.
Eignung: in Familienkonzerten ab 6 Jahren, in Schulen für Klasse 2-5.

Ausschnitte aus der Taunuszeitung, Bad Homburg, 2.2.09:

Auf eine musikalische Zeitreise ins 18. Jahrhundert ging es am Samstag für die Zuhörer des Kinderkonzerts «FRANZERL ..- EINE KLEINE SCHUBERTIADE». Für eine Stunde sind Franz Schubert (Andreas Peer Kähler) und sein Freund Josef von Spaun (Rolf Petrich) in das Gotische Haus eingezogen und erfreuten Kinder wie Erwachsene mit ihrem Konzert der etwas anderen Art. Es begann mit den Worten: «Nun schließen wir die Augen, und ich nehme euch mit nach Südosten, bis nach Wien.» Und als Andreas Peer Kähler in die Hände klatschte, hatte er sich in Franz Schubert verwandelt. Der junge Schubert, der einer von 14 Kindern ist. Der lieber komponiert, als sich eine Arbeit zu suchen. Der mit der Brille auf der Nase und der, wenn er komponiert, ganz in seine Welt versunken ist und nichts mehr um sich herum mitbekommt.

Die vielen Kinder, die sich, gewärmt von der Fußbodenheizung, auf dem Boden lümmeln, genießen den Wechsel von Musik und Geschichtsstunde und wissen auch genau, was an Schubert nicht fehlen darf. «Die runde Brille», erklärt der kleine Phillip. Er ist sich auch sicher, dass er Schuberts Forelle zu Hause auf CD hat.

Zum Schluss schließen alle wieder die Augen und fliegen zurück in die Gegenwart des Gotischen Hauses. Andreas Peer Kähler arbeitet schon seit über zehn Jahren an Kinderkonzerten. Der künstlerische Leiter des Kammerorchesters Unter den Linden in Berlin ist der festen Überzeugung, dass man in der Kindheit die Grundsteine für ein Interesse an Kultur legt. «Wenn nur ein Kind aus unserem Konzert herausgeht und seine Eltern bittet, wieder eines mit ihm zu besuchen, haben wir alles erreicht», erklärt er. Kinder seien ganz andere Zuhörer als Erwachsene. «Wenn ihnen langweilig sind, dann werden sie ungeduldig, reden, stehen auf. Erwachsene sind da höflicher», zwinkert Kähler mit den Augen.

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